Mit dem Gesamtergebnis von 1,73 Mio. Franken hat die Spital STS AG das Geschäftsjahr 2025 unter ihren wirtschaftlichen Zielsetzungen abgeschlossen – 2024 resultierte noch ein Konzerngewinn von 9,76 Mio. Franken. Das Betriebsergebnis 2025 vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 15,28 Mio. Franken (2024: 23,42 Mio. Franken, mitberücksichtigt sind Erträge von Vorjahren aus Tarifabschlüssen), was einer EBITDA-Marge von 4,4 Prozent entspricht (2024: 6,8 Prozent). Der Betriebsertrag stieg um 3,9 Mio. Franken auf 348,3 Mio. Franken (+ 1,1 Prozent), der Betriebsaufwand erhöhte sich um 12,45 Mio. Franken (+ 3,7 Prozent) auf 346,8 Mio. Franken. Der Jahresabschluss ist für die Spital STS AG auch deshalb enttäuschend, weil im Jahr 2025 mit 17’733 Akutstationären soviele Patientinnen und Patienten behandelt wurden wie noch nie. Thomas Straubhaar, Verwaltungsratspräsident der Spital STS AG, führt den unbefriedigenden Jahresabschluss auf die anhaltenden Kostensteigerungen bei Personal und Sachaufwand und damit auf die wachsende Differenz zwischen Kosten und den Ertragsmöglichkeiten zurück. Zudem finanziert die Spital STS AG an zwei Spitalstandorten je einen Notfall im 24/7-Betrieb. Insbesondere am Spitalstandort Zweisimmen entstehen dadurch zusätzliche Kosten in Millionenhöhe, welche notwendig, aber nicht gedeckt sind.
Aufgrund limitierter Ressourcen – insbesondere bei Fachkräften und Bettenkapazitäten – erwartet die Spital STS AG im stationären Bereich für die kommenden Jahre ein moderates Wachstum. Mit der Einführung des neuen ambulanten Tarifsystems (TarDoc und ambulante Pauschalen) per 1. Januar 2026 sowie der Annahme der EFAS-Vorlage wurden jedoch wichtige Voraussetzungen für eine verstärkte Ambulantisierung geschaffen. Als Reaktion auf diese Entwicklung haben die Verantwortlichen der Spital STS AG entschieden, in Thun das Projekt AOZ Grabengut zu lancieren, damit die ambulanten Eingriffe in einem hochprofessionellen Rahmen kostengerecht vorgenommen werden können.
Das Unternehmen verfügt weiterhin über eine solide finanzielle Basis. Auch im operativen Kerngeschäft – der Patientenversorgung – hat sich die Spital STS AG im anspruchsvollen Umfeld des Jahres 2025 als leistungsfähig und resilient erwiesen. Wesentliche operative Veränderungen waren unter anderem die Umsetzung des neuen Betriebskonzepts am Spitalstandort Zweisimmen, welches ebenfalls kostenintensiv war, sowie die Eröffnung einer zusätzlichen Bettenstation in Thun. Die stabile finanzielle Ausgangslage ermöglicht es der Spital STS AG, auch künftig gezielt in moderne Infrastruktur, Technologien und innovative Behandlungsmethoden zu investieren. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Dienstleistungen sowie attraktive Arbeitsbedingungen für das Fachpersonal bleiben zentrale Erfolgsfaktoren.


