Onkologie & Hämatologie

Das oberste Ziel des Onkologie- und Hämatologiezentrum Thun-Berner Oberland ist die Bereitstellung einer partnerschaftlichen, individuellen, fachlich und menschlich kompetenten Beratung, Behandlung und Betreuung in der aktuellen Krankheitsphase des Krebskranken und seinen Angehörigen. Wir wollen unseren Patienten in ihrer Situation stets die bestmögliche Therapie anbieten. Die bestmögliche Therapie der Krebskrankheit ist aber nicht gleichbedeutend mit der bestmöglichen Gesamtbetreuung des krebskranken Menschen. Deshalb steht bei uns nicht die Krebskrankheit, sondern der Patient als Mensch im Zentrum.

Jährlich erkranken in der Schweiz ca. 40‘000 Menschen an einer Krebskrankheit, 21‘500 Männer, 18‘000 Frauen. Die Statistik zeigt uns nach wie vor eine weiter steigende Tendenz. Erfreulich ist aber, dass die Sterberate bei verschiedenen Krebsarten abnimmt. Heutzutage können in der Schweiz mehr als 55% der Krebsbetroffenen geheilt werden, Tendenz steigend. Dies ist in erster Linie dem medizinischen Fortschritt zu verdanken, dem besseren Verständnis der Biologie und der dadurch verbesserten Therapiemöglichkeiten. Eine bessere Diagnostik trägt ebenfalls ihren Teil dazu bei.

1'000

neue Patienten

pro Jahr mit der Diagnose Krebs oder Blutkrankheit

10'000

medikamentöse
Therapien

Behandlungen

Gerade bei Krebserkrankungen ist eine kompetente und vernetzte Betreuung und Behandlung der Patienten von sehr grosser Wichtigkeit. Dabei wird auch die Zusammenarbeit zwischen allen am Patientenprozess beteiligten Teams, Abteilungen oder medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Fachrichtungen unterstützt und gefördert – sei dies spitalintern oder mit unseren externen Partnern wie den Hausärzten, diversen Partnerorganisationen wie dem Inselspital, der Spitex, den Sozialdiensten, oder den Alters- und Pflegeheimen.

Abklärung, Therapie, Betreuung, Nachsorge

In den meisten Fällen überweist der Hausarzt die Patienten zum Onkologen oder dem Hämatologen. In einem eingehenden Gespräch wird das weitere Vorgehen besprochen und die Untersuchungen eingeleitet. Mit der Diagnostik wird das Stadium einer Krebserkrankung bestimmt (sogenanntes «Staging»). Die Therapie und das Therapiekonzept werden auf der Basis des Staging festgelegt.  

Die Betreuung und Nachsorge wird durch den behandelnden Onkologen und dem Behandlungsteam kompetent begleitet. Eine wichtige Funktion nehmen hier auch der zuständige Hausarzt und weitere Fachpersonen des interdisziplinären Teams ein.

Medikamentöse Therapien

Die Kernaufgabe des diplomierten, spezialisierten Pflegefachpersonals ist die Verabreichung der verschiedenen Therapiearten, insbesondere ihre Vor- und Nachbearbeitung. Von grosser Bedeutung ist das fundierte Nebenwirkungsmanagement in mündlicher und schriftlicher Form. Das Pflegefachpersonal nimmt im Alltag zudem eine wichtige Berater- und Vermittlerfunktion ein.

Fachpersonal der Spitalapotheke auf der Onkologiestation

Die Spitalapotheke des Spitals Thun stellt Infusionslösungen und Spritzen zur Therapie von Krebs- und Blutkrankheiten her. Dass die Mitarbeitenden diese Lösungen und Spritzen direkt auf der Onkologie-Station zubereiten, hatte in der Schweiz Vorreitercharakter. Zytostatika werden vor allem zur Behandlung von Krebs eingesetzt. Es sind natürliche oder synthetische Substanzen, welche das Zellwachstum oder die Zellteilung hemmen und somit auch eine Schädigung oder Zerstörung von Tumorzellen bewirken. Die Spitalapotheke überprüft die Verordnung der Medikation, sie stellt das Zytostatikum her und gibt es zur Verabreichung an die Patienten durch die Pflegefachpersonen frei.

Hämatologische Sprechstunde

Die Hämatologie befasst sich mit Krankheiten des Blutes und der Blutbildung, mit Gerinnungsstörungen (Blutungen und Thrombose) und mit Fragen in Zusammenhang mit Transfusionen. Häufig überschneiden sich ihre Themen mit anderen Fachgebieten der Inneren Medizin.

Radiotherapie

Die Radio-Onkologie ist eine Behandlungsform von Tumorkrankheiten, bei der Strahlen zum Einsatz kommen. Bei über der Hälfte aller Krebserkrankungen wird heute eine Strahlentherapie angewendet.

Onkologische Rehabilitation

Wenn Krebspatienten sich in ihren körperlichen, psychischen, sozialen und/oder beruflichen Bedürfnissen eingeschränkt fühlen, kann eine onkologische Rehabilitation sinnvoll sein. Solche Einschränkungen können aufgrund der Krebserkrankung oder der dadurch notwendigen Therapien entstehen.

Die Anmeldung zur onkologischen Rehabilitation erfolgt durch die behandelnden Onkologen und die Beratung sowie Begleitung der Patienten durch die Reha-Koordinationsstelle am Onkologie- und Hämatologiezentrum. Das Rehabilitationsprogramm umfasst verschiedene therapeutische und beratende Massnahmen, welche individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt sind.

Weitere Angaben finden Sie in unserer Broschüre «Onkologische Rehabilitation für Krebsbetroffene»

Bewegung und Sport für Krebskranke

Körperliche Aktivität wirkt sich in vieler Hinsicht positiv auf den Menschen aus. Nebst der Verbesserung der Muskelkraft und Ausdauerleistungsfähigkeit wird durch die sportliche Aktivität auch die allgemeine Abwehrkraft des Körpers positiv beeinflusst. Wissenschaftlich konnte zwischenzeitlich auch aufgezeigt werden, dass körperliche Aktivität nicht nur das Risiko des Auftretens einer Krebskrankheit verringert, sondern auch das Risiko eines Rückfalls einer Krebskrankheit reduziert und die Lebensqualität nachhaltig verbessert. Wohlbefinden, Zufriedenheit und Selbstvertrauen werden gestärkt und Bewegung soll Freude bereiten und Spass machen.

Weitere Angaben finden Sie in unseren Broschüren:

Psychoonkologische Betreuung

Eine Krebserkrankung ist eine grosse psychische Belastung für die Patienten und ihre Angehörigen. Fachpersonen aus Psychologie und Psychiatrie bieten in dieser existentiellen Krise Hilfe an. Eine psychoonkologische Begleitung kann die Betroffenen im persönlichen Umgang mit der Krankheit stärken und in der Auseinandersetzung mit Gefühlen wie Angst, Ohnmacht, Wut und Traurigkeit unterstützen und ermutigen, wieder neue Kraft zu schöpfen. Je nach Situation und Wunsch werden die Angehörigen in die Behandlung mit einbezogen.

Breast Care Nurse (BCN)

Die Breast Care Nurse I (BCN) ist eine spezialisierte Pflegefachfrau, welche Brustkrebspatientinnen und ihre Angehörigen betreut und berät. Sie arbeitet eng mit dem Fachpersonal der Frauenklinik zusammen. Die Breast Care Nurse begleitet die Patientinnen ab Diagnosestellung bis zur Nachsorge, bietet geeignete Interventionen an und/oder weist die Betroffenen an die richtige interdisziplinäre Stelle weiter. Sie geben den von Brustkrebs betroffenen Frauen und deren Familien pflegespezifische Informationen, Schulungen und Beratungen.
Als fester Bestandteil des multidisziplinären Teams übernimmt die BCN I eine zentrale Rolle in der Sicherstellung und Koordination der Behandlung und Pflege.

Weitere Angaben finden Sie in unserem Flyer.

Wissenschaftliche Tätigkeit

Seit Jahren nimmt das Onkologie- und Hämatologiezentrum an klinischen Forschungsprojekten mit dem Ziel teil, den Patienten Zugang zu neusten Therapien zu ermöglichen und als Behandlungsteam auf dem neusten medizinischen Stand zu sein.

Die Studien sind multizentrisch, national oder international durchgeführt unter der Leitung von wissenschaftlichen Studiengruppen oder von der pharmazeutischen Industrie. Die Studienkoordination ist zuständig für die gesamte Organisation und Koordination der Studien, von der Annahme bis zur Implementierung, Umsetzung, Datenerfassung, Abschluss und Archivierung.

Die Studientätigkeit richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben und international anerkannten Richtlinien.

Studiengruppen

Gesetzliche Vorgaben und Richtlinien

Kosmetikkurs für Frauen

Therapiebedingte Aussehensveränderung ist für alle Frauen ein schmerzliches Erlebnis. Es ist uns deswegen ein grosses Anliegen, Sie während dieser Zeit kosmetisch zu beraten, damit Sie sich weiterhin weiblich und schön fühlen können. Zusammen mit «Look Good Feel Better» bieten wir Ihnen einen kostenlosen Kosmetikkurs an und würden uns sehr freuen, wenn Sie mit uns diesen Nachmittag verbringen würden. Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie mit geringem Aufwand Ihren individuellen Stil finden können. In diesem Kurs bleibt aber auch genügend Zeit für einen Austausch untereinander und ein gemütliches Zusammensein bei Kaffee und Kuchen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Team

Dr. med. Jean-Marc Lüthi

Chefarzt, Facharzt für Medizinische Onkologie und Allgemeine Innere Medizin

Dr. med. Daniel Rauch

Stv. Chefarzt, Facharzt für Medizinische Onkologie und Allgemeine Innere Medizin

Dr. med. Henning Burmeister

Leitender Arzt, Facharzt für Medizinische Onkologie und Allgemeine Innere Medizin

Dr. med. Ute Gick

Leitende Ärztin, Fachärztin für Medizinische Onkologie

Dr. med. Max Solenthaler

Leitender Arzt, Facharzt für Hämatologie und Allgemeine Innere Medizin

Dr. med. Annette Winkler Vatter

Leitende Ärztin, Fachärztin für Onkologie und Hämatologie

Dr. med. Michaela Sauter

Spitalfachärztin, Fachärztin für Medizinische Onkologie und Allgemeine Innere Medizin

Andrea Lüthi

Leitung Sekretariat/Disposition

Verena Flügel

Fachbereichsleitung Pflege

Brigitte Jöhr

Physiotherapeutin

Sprechstunden und Kontakt

 

Onkologie- und Hämatologiezentrum Thun-Berner Oberland

Tel.     +41 33 226 26 45

Radio-Onkologie Berner Oberland AG

Tel.     +41 33 226 46 76 
Fax    +41 33 226 46 86

Breast Care Nurse (BCN)

Tel.     +41 33 226 25 66

Kosmetikkurs für Frauen - «Look good – Feel better»

Sandra Kilchenmann-Aeberhard und Verena Flügel 

Tel.     +41 33 226 25 34

Besucher dieser Seite interessierten sich auch für