Geriatrische Akutrehabilitation

Die geriatrische Akutrehabilitation im Spital Thun bietet ein stationäres speziell auf Bedürfnisse älterer betagter Menschen abgestimmtes Abklärungs- und Behandlungskonzept.

Neben den medizinischen Abklärungen und Behandlungen bildet ein multidimensionales geriatrisches Assessment hier die Grundlage: Es handelt sich dabei um eine standardisierte, ganzheitliche Untersuchung, die körperliche, psychische und soziale Aspekte berücksichtigt.

Unser multiprofessionelles Behandlungsteam unterstützt Sie gezielt in folgenden Bereichen:

  • Körperliches Befinden und Mobilität: Verbesserung der Gangsicherheit, Kraft und Ausdauer durch Physiotherapie.
  • Alltagskompetenz und Selbsthilfe: Förderung der Selbstständigkeit bei alltäglichen Aktivitäten wie Essen, Ankleiden und Körperpflege durch Ergotherapie und Pflegefachpersonen.
  • Kognitive Fähigkeiten und psychische Verfassung: Gezielte Unterstützung zur Stärkung der Selbsthilfefähigkeit.
  • Ernährung: Optimierung der Ernährungssituation für eine adäquate Versorgung während und nach dem Spitalaufenthalt.
  • Das Coach-Team unterstützt Sie bei der Planung der Nachsorge. Bei Bedarf werden die Angehörigen in den Behandlungsprozess und Austrittsplanung einbezogen.

 

Unser Ziel: Lebensqualität und Selbstständigkeit
 

Wo finden die Rehabilitationen statt?
Aktuell werden die geriatrische Akutrehabilitationen auf der Privatstation 4 Süd durchgeführt.

Wie lange dauert der Aufenthalt im Spital?
In der Regel 14 Tage

Zuweisung
Eine Zuweisung kann über den Hausarzt erfolgen

Für wen eignet sich die Akutgeriatrie?

Alle älteren Menschen, die an einer Akuterkrankung leiden oder eine Exazerbation eines chronischen Zustands erfahren und von einer multimodalen intensiven Behandlung profitieren können, um weitere Verluste zu minimieren.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die geriatrische Akutrehabilitation im Spital Thun wird durch ein eingespieltes Team aus verschiedenen Fachdisziplinen betreut.

Zu den involvierten Fachgebieten zählen: ärztlicher Dienst unter der Leitung des Facharztes für Geriatrie, Team der Pflege, Coaches, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung und Psychologie.

Ärztlicher Dienst

Aufgaben

  • Medizinisches Assessment und Diagnostik (inkl. Multimorbidität, Medikation, funktioneller Status)
  • Erstellung und Koordination des individuellen Behandlungsplans gemeinsam mit dem interprofessionellen Team
  • Optimierung der medikamentösen Therapie unter Berücksichtigung von Patientenzielen, Polypharmazie und Geriatrie-spezifischen Risiken
  • Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowie Schmerzmanagement
  • Kommunikation und Aufklärung von Patient:innen und Angehörigen über Diagnosen, Prognosen und Therapieoptionen

Ziele

  • Medizinische Stabilisierung und Förderung der funktionellen Autonomie
  • Reduktion von Hospitalisationsrisiken und Vermeidung vermeidbarer Komplikationen
  • Optimierung der Lebensqualität und Symptomkontrolle
  • Sicherstellung einer patientenzentrierten, auf individuelle Ziele ausgerichteten Behandlung

Physiotherapie

Aufgaben

  • Durchführen von standardisierten Assessments zur Beurteilung der Mobilität und des Sturzrisikos am Anfang und am Ende der Rehabilitation
  • Durchführen einer strukturierten Befundaufnahme und Vereinbarung der patientenbezogenen Behandlungsziele
  • Erstellen und Durchführen eines individuell angepassten Übungsprogramms
  • Training von Alltagsaktivitäten wie aufstehen aus einem Stuhl, gehen, Treppen steigen, Lasten heben oder Schuhe anziehen
  • Bei Bedarf Durchführen von symptomlindernden und beweglichkeitsfördernden Massnahmen wie manuellen Therapien oder Bindegewebstechniken
  • Schulung und Beratung zu den Themen Gangsicherheit, Training im Alter und Sturzprävention
  • Tipps und Abklärungen betreffend Hilfsmittel zur Verbesserung von Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag

Ziele

  • Wiederherstellung und / oder Verbesserung der körperlichen Funktionen und der gesundheitlichen Lebensqualität älterer Menschen nach akuten Erkrankungen oder Verletzungen
  • Verbesserung von Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht, Geschicklichkeit, Koordination
  • Schmerzreduktion
  • Förderung der grösstmöglichen Selbstständigkeit, beispielsweise Rückkehr in die häusliche Umgebung unterstützen oder die Pflegebedürftigkeit in einer Institution reduzieren

Pflege

Aufgaben

  • Umfassendes pflegerisches Assessment (inkl. Selbstversorgungsfähigkeit, Ernährungs- und Flüssigkeitshaushalt, Hautstatus)
  • Erstellung und kontinuierliche Anpassung des individuellen Pflegeplans
  • Unterstützung und Förderung der Selbstständigkeit bei Aktivitäten des täglichen Lebens (z. B. Körperpflege, Ankleiden, Essen)
  • Durchführung von aktivierender Pflege und Mobilisation im Alltag
  • Schulung und Beratung von Patient:innen und Angehörigen in Bezug auf Selbstpflege, Medikation und Hilfsmittel
  • Sicherstellung einer ganzheitlichen Betreuung, inklusive psychosozialer Unterstützung

Ziele

  • Erhalt und Förderung der Selbstständigkeit und Lebensqualität
  • Prävention von Komplikationen (z. B. Dekubitus, Stürze, Mangelernährung)
  • Unterstützung der Patient:innen beim Erlernen oder Wiedererlangen von Selbstpflegefähigkeiten
  • Gewährleistung von Sicherheit und Wohlbefinden während der Hospitalisation

Coaches

Aufgaben

  • abklären der sozialen Situation und Wohnsituation mit Patienten und Angehörigen
  • Fragen im Sozialversicherungsbereich gemeinsam mit den Angehörigen klären und Unterstützung in administrativen Arbeiten
  • Vorbereiten des Spitalaustrittes nach Hause (Dokumente, Medikamente, Spitex, Hilfsmittel usw.)
  • falls nötig, Abklären und Suchen nach einer geeigneten Nachsorgelösung (Rehabilitation, Kur, Alters- und Pflegeheime)

Ziele

  • die Alltagsbewältigung in sozialen und materiellen Belangen gewährleisten 
  • Vermeidung von Rehospitalisationen aus sozialen Gründen 
  • Rückkehr nach Hause, wenn nötig mit unterstützenden Massnahmen (z. B. Spitex, Mahlzeitendienst, Entlastungsdienst u.ä.)

Ernährungsberatung

Ziele

  • Vermeidung / Verminderung / Behebung von Fehl- und Mangelernährungszuständen
  • Ermöglichung einer bedarfs- und bedürfnisangepassten Ernährung während der Hospitalisation

Aufgaben

  • Ausführliches ernährungstherapeutisches Assessment
  • Besprechung von konkreten Ernährungsinterventionen für die optimale Versorgung im Spital und Zuhause
  • Regelmässiges Monitoring und Re-Assessment inkl. interprofessionellem Austausch

Ergotherapie

Ziele

  • Erreichen bzw. Erhalten der grösstmöglichen Selbständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Fördern und Erhalten der kognitiven Funktionen und der Sozialkompetenz und Autonomie 

Aufgaben

  • Training von Alltagsaktivitäten gemäss den individuellen Bedürfnissen und Fertigkeiten von Betroffenen.
  • Überprüfung des Denk- und Gedächtnisvermögens
  • Training der exekutiven Funktionen mit den Schwerpunkten Planung, Handlung 
  • Neurotraining mit den Schwerpunkten Konzentration, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, geteilte Aufmerksamkeit 
  • Haus- bzw. Wohnungsabklärung im Sinne einer behindertengerechten Anpassung einer adaptierten Hilfsmittelversorgung
  • Hilfsmittelversorgung  
  • Rollatorhandling

Team

Dr. med. Thomas Zehnder

Chefarzt Medizin

Dr. med. Marcin Grabowski

Facharzt Geriatrie

Petra Schneider

Physiotherapeutin

Bettina Engel

Stationsleiterin

Marlis Stähli

Head Coach

Lisa Gerber

Expertin Ernährungsberatung

Kirsten Isrif

Ergotherapeutin

Kontakt und Anmeldungen

 

Sekretariat Medizin II  

Tel.     +41 58 636 27 45

Weiterführende Informationen

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