Wir ermöglichen Patient:innen den Zugang zu innovativen Therapien durch die Durchführung klinischer Studien auf höchstem wissenschaftlichem und ethischem Niveau und tragen damit aktiv zur Weiterentwicklung onkologischer Therapien bei.
In der Studie werden Behandlungsdaten von Brustkrebspatientinnen und -patienten gesammelt, die vor der Operation eine Chemotherapie erhalten und bei denen Lymphknoten in der Achsel betroffen sind. Erfasst werden unter anderem Ergebnisse der Chemotherapie, die Art der Operation an den Lymphknoten sowie die Nachsorge. Die Behandlung selbst wird nicht verändert.
Ziel der Studie ist es, zu vergleichen, welche Operationsmethoden an den Achsellymphknoten am besten wirken, also ein geringes Rückfallrisiko haben und gleichzeitig möglichst wenige Nebenwirkungen verursachen. Die Ergebnisse sollen helfen, zukünftige Behandlungen zu verbessern.
Wer kann an der Studie teilnehmen?
Teilnehmen können Patientinnen mit einer bestimmten Form von Brustkrebs:
Nicht teilnehmen können z. B. Patientinnen:
Was ist das Ziel der Studie?
Die Studie soll herausfinden:
Die Teilnehmerinnen werden zufällig in eine der folgenden Gruppen eingeteilt:
Gruppe 1:
Gruppe 2:
Gruppe 3:
Warum ist die Studie wichtig?
Für diese Form von Brustkrebs gibt es bisher begrenzte Behandlungsmöglichkeiten, vor allem wenn Hormontherapien nicht mehr wirken.
Die Studie ist wichtig, weil sie:
Wer kann an der Studie teilnehmen?
Die Studie richtet sich an Frauen mit triple-negativem Brustkrebs (es fehlen drei wichtige Merkmale des Tumors, an denen viele Standardtherapien wirken.) im Frühstadium.
Viele Patientinnen erhalten zunächst eine Behandlung vor der Operation (sogenannte neoadjuvante Therapie, meist eine Chemotherapie).
Bei manchen ist der Krebs zum Zeitpunkt der Operation jedoch noch nicht vollständig verschwunden. Man spricht dann davon, dass keine komplette Rückbildung des Tumors erreicht wurde.
Diese Patientinnen können an der Studie teilnehmen.
Was ist das Ziel der Studie?
Die Studie untersucht, welche Behandlung nach der Operation am besten wirkt.
Dabei wird eine neue Kombination getestet:
Man möchte herausfinden:
Die Teilnehmerinnen werden zufällig in eine der folgenden Gruppen eingeteilt:
Gruppe 1: Neue Behandlung
Gruppe 2: Standartbehandlung
Warum ist die Studie wichtig?
Für Patientinnen, bei denen der Krebs nach der ersten Behandlung nicht vollständig verschwunden ist, besteht ein höheres Risiko, dass die Erkrankung zurückkehrt.
Diese Studie soll helfen herauszufinden, welche Therapie dieses Risiko am besten senken kann und gleichzeitig gut verträglich ist.
Das kolorektale Karzinom zählt zu den häufigsten Krebsarten in Europa. Die Versorgung der Betroffenen unterscheidet sich allerdings je nach Krankenhaus teils erheblich, und bislang gibt es kaum Untersuchungen dazu, ob diese Unterschiede auch den Behandlungserfolg beeinflussen. Deshalb hat sich das Forschungsprojekt EDIUM zum Ziel gesetzt, mögliche Unterschiede im Behandlungserfolg bei der Darmkrebsbehandlung zu identifizieren und dabei Patient-reported Outcomes (PROs)-Daten zu berücksichtigen. EDIUM steht für „Ergebnisqualität bei Darmkrebs».
Im Fokus dieser Studie steht die Ergebnisqualität bei der Darmkrebsbehandlung. Diese Ergebnisqualität wird hier daran gemessen, wie die gesundheitsbezogene Lebensqualität nach einer Darmkrebsbehandlung aus Sicht der Patientinnen oder Patienten wahrgenommen wird. Diese selbstberichtete Lebensqualität wird im Zusammenspiel mit Patientendaten zu Erkrankung und Behandlung analysiert. Mehr als 100 Darmkrebszentren mit einer Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft nehmen daran teil. Das Darmkrebszentrum Thun Berner Oberland ist eines dieser Zentren.
Die PCO-Studie (Prostate Cancer Outcomes) von OnkoZert ist eine deutschlandweite Studie, die die Behandlungsqualität und -ergebnisse von Prostatakrebs erfasst. Ziel der Studie ist es, die Versorgung von Patienten mit Prostatakrebs zu verbessern, indem Behandlungsverläufe standardisiert dokumentiert und ausgewertet werden.
Die SAKK 18/24-Studie richtet sich an ältere und gebrechliche Menschen (ab 70 Jahren) mit fortgeschrittenem, metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), die noch keine Behandlung erhalten haben. Ziel ist es herauszufinden, welche Therapie wirksam ist und gleichzeitig möglichst gut vertragen wird.
Die Teilnehmenden werden zufällig einer von zwei Gruppen zugeteilt:
Ziel der Studie: Herauszufinden, ob eine sanftere, an ältere und gebrechliche Patientinnen und Patienten angepasste Behandlung eine gute Wirksamkeit bei möglichst wenigen Nebenwirkungen bietet.
Die STREAK-Studie (STress REduktion durch AKupunktur) untersucht, ob Akupunktur Frauen mit Brustkrebs dabei helfen kann, Stress und psychische Belastungen nach Abschluss der Krebsbehandlung zu reduzieren. Im Fokus steht die Übergangsphase von der aktiven Behandlung in die Nachsorge, die für viele Betroffene emotional herausfordernd ist.
Die Teilnehmerinnen werden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt:
Untersucht wird insbesondere, ob Akupunktur:
Ziel der Studie: Herauszufinden, ob Akupunktur eine wirksame und gut verträgliche Unterstützung für Brustkrebspatientinnen nach Abschluss der Primärtherapie sein kann.
Die SAKK OvCaR-Studie ist ein schweizweites Register für Patientinnen mit Eierstockkrebs. Es wird kein neues Medikament getestet; stattdessen werden Behandlungs- und Verlaufsdaten gesammelt, um herauszufinden, welche Therapien im Alltag am besten wirken.
Zusatzprojekt Elahere:
Ein Teilprojekt untersucht die Behandlung mit dem Medikament Elahere bei Patientinnen mit einem bestimmten Tumormerkmal (Folat-Rezeptor-α). Ziel ist es, Erfahrungen aus der Praxis zu sammeln und besser zu verstehen, wie wirksam und verträglich diese Therapie im klinischen Alltag ist.
Ziel der gesamten Studie: Die Behandlung von Eierstockkrebs in der Schweiz weiter zu verbessern und zukünftige Therapien gezielter auf einzelne Patientinnen abzustimmen.
Die DE-ESCALATE-Studie untersucht eine neue Behandlungsstrategie für Männer mit metastasiertem, hormonempfindlichem Prostatakrebs. Heute wird die antihormonelle Therapie meist dauerhaft durchgeführt. Die Studie prüft, ob die Behandlung bei Patienten mit gutem Ansprechen zeitweise unterbrochen werden kann, ohne die Krebskontrolle wesentlich zu verschlechtern.
Die Idee dahinter: Eine langfristige Hormonblockade kann Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Hitzewallungen, Verlust der Sexualfunktion und eine verminderte Lebensqualität verursachen. Durch geplante Therapiepausen könnten diese Belastungen reduziert werden.
Untersucht wird:
Ziel der Studie: Die Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs wirksamer an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen und die Lebensqualität zu verbessern, ohne die Wirksamkeit der Therapie zu verlieren.
Die dritte Ausgabe ist dem Onkologie- und Hämatologiezentrum des Spitals Thun gewidmet.

1'000
neue Patienten
pro Jahr mit der Diagnose Krebs oder Blutkrankheit

10'000
medikamentöse
Therapien