Fachabteilung für Urologie – Spital Thun
Unter der Leitung von Dr. med. Gautier Müllhaupt
Die Fachabteilung für Urologie am Spital Thun heisst Sie herzlich willkommen. Als modernes regionales Versorgungszentrum bieten wir Ihnen eine umfassende urologische Betreuung auf höchstem medizinischen, technischen und wissenschaftlichen Niveau – direkt vor Ort in Thun.
Unser engagiertes und erfahrenes Team nimmt sich in den Sprechstunden des urologischen Ambulatoriums Zeit für Ihre persönlichen Anliegen und gewährleistet eine individuelle Beratung in vertrauensvoller Atmosphäre. Zusätzlich bieten wir der Bevölkerung im Simmental und Saanenland eine wohnortsnahe urologische Sprechstunde in Zweisimmen an.
Die Diagnostik und Behandlung erfolgen gemäss aktuellen internationalen Leitlinien und decken das gesamte Spektrum der Urologie ab – von Erkrankungen der harnableitenden Organe bis hin zu Funktions- und Tumorerkrankungen des männlichen Genitales.
Für operative Eingriffe stehen Ihnen modernste Verfahren zur Verfügung: minimal-invasive und endourologische Techniken, konventionelle sowie roboterassistierte laparoskopische Operationen und offene chirurgische Verfahren. In unserem neuen OP-Zentrum arbeiten unsere Operateure mit modernster Technologie – darunter der Intuitive Da Vinci Xi sowie leistungsstarke Holmium-Laser bis 150 W – und erzielen damit hervorragende funktionelle und onkologische Ergebnisse.
Zertifiziertes Prostatakrebszentrum der DKG
Seit Anfang 2026 ist das Spital Thun als Prostatakrebszentrum nach den Qualitätskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Dies gewährleistet höchste Behandlungsqualität, strukturierte Abläufe, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie transparente Qualitätskontrolle für unsere Patientinnen und Patienten.
Weiterbildung und Ausbildung
Als anerkannte Weiterbildungsstätte des Schweizer Instituts für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) bilden wir Assistenzärztinnen und Assistenzärzte auf dem Weg zum Facharzttitel für Urologie aus und bieten zudem die Möglichkeit, die Facharztprüfung direkt bei uns abzulegen. Seit Januar 2020 sind wir zudem als Weiterbildungsstätte für den Schwerpunkttitel «Operative Urologie» akkreditiert.
Die häufigste Krebserkrankung des Harntrakts stellt das Urothelkarzinom der Harnblase dar und macht somit 2 Prozent aller bösartigen Erkrankungen aus. Beim Mann ist es die viert häufigste, bei der Frau die sechst häufige Krebserkrankung. Allerdings verursacht der Blasenkrebs nur rund 3,5% aller Todesfälle durch Krebserkrankungen.
Das chronische Beckenschmerzsyndrom (Chronic Pelvic Pain Syndrome, CPPS) beschreibt anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen im Beckenbereich, ohne dass eine klare Ursache identifiziert werden kann. Es ist von Schmerzen, die auf eine andere Grunderkrankung (z.B. eine Entzündung) zurückgeführt werden können, zu unterscheiden.
Erektile Dysfunktion (häufig auch «Impotenz» genannt) beschreibt anhaltende Schwierigkeiten beim erreichen oder erhalten einer für einen Geschlechtsakt ausreichenden Erektion. Die Entstehung einer erektilen Dysfunktion ist häufig multifaktoriell bedingt und kann sowohl psychologische als auch organische Ursachen haben.
Die gutartige Prostatavergrösserung betrifft mit zunehmendem Alter fast alle Männer. Symptome und Verlauf der Erkrankung sind dabei sehr verschieden. Die Therapie reicht vom Beobachten über Medikamente bis hin zur Operation. Das Ziel unseres Zentrums in Thun zur Therapie der gutartigen Prostatavergrösserung ist es, für jeden Patienten die ideale Therapie zu finden.
Eine einwandfreie Blasenfunktion setzt eine adäquate Speicherung und eine effiziente Entleerung des Urins voraus. Damit diese Funktion gewährleistet werden kann ist ein komplexes Zusammenspiel von Nerven und Muskeln nötig sowie ein intakter Beckenboden.
Die Harnröhrenenge des Mannes ist ein komplexes Krankheitsbild. Es betrifft ca. 1% der Männer, das Auftreten nimmt mit zunehmendem Alter zu. Ursächlich sind ärztliche Interventionen wie Katheterisierungen oder Operationen am Harntrakt sowie Traumata, wiederkehrende Infekte und selten auch Tumorerkrankungen.
Harnsteine, auch als Nierensteine bezeichnet, sind feste Kristalle, die sich aus Ablagerungen von Salzen und Mineralien im Urin bilden. Sie können in den Nieren, Harnleitern, Blase oder Harnröhre auftreten und können Schmerzen, Blut im Urin oder Probleme beim Wasserlassen verursachen. Die Größe der Steine kann von sehr klein bis zu einer beachtlichen Größe reichen. Die Behandlung von Harnsteinen hängt von ihrer Größe und Lage ab und kann medikamentöse Therapie, Schockwellentherapie oder chirurgische Eingriffe umfassen.
Hodenkrebs ist eine seltene Tumorerkrankung des Mannes. Die meisten Fälle von Hodenkrebs treten bei Männern im Alter von 15 bis 45 Jahren auf, es ist jedoch die häufigste Tumorentität bei jungen Männern. Seltener tritt der Hodenkrebs auch bei älteren Männern auf. Die Heilungsrate ist exzellent und liegt je nach Ausbreitung bei über 99%.
Bösartige Tumoren der Niere (Nierenzellkarzinom) stellen mit 2-3% aller Tumorentitäten den dritthäufigsten urologischen Krebs dar. Häufig wird der Tumor schon in frühem Stadium vom Hausarzt in der Routine Kontrolle im Ultraschall oder im Rahmen von Bildgebungen als Zufallsbefund erkannt bevor es zu Beschwerden kommt.
Ein Peniskarzinom ist ein Krebs, der auf der Haut oder im Gewebe des Penis auftritt. Er ist selten und äussert sich initial als Auswuchs, nicht heilende Wunde oder Ausschlag am Penis. Auch Schmerzen oder Blutungen können auftreten.
Die bösartige Prostataerkrankung (Prostatakarzinom) ist die häufigste Krebsart des Mannes. Das Vorkommen steigt mit dem Alter kontinuierlich an und ist erhöht, wenn Familienangehörige bereits am Prostatakrebs erkrankt sind. Es gibt unterschiedliche Aggressionsstufen und nicht jede bedarf einer unmittelbaren Therapie.
Prostatakrebs ist heute in den meisten Fällen gut behandelbar, erfordert jedoch eine präzise und umfassende Versorgung. Im Prostatakrebszentrum Thun ermöglicht die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit eine moderne, individuell abgestimmte Therapie auf höchstem Niveau. Unsere strukturierten Abläufe gewährleisten eine optimale Betreuung von der Diagnostik bis zur Nachsorge.
Infektionen im urologischen Fachgebiet betreffen zumeist den Harntrakt. Die Behandlung urologischer Infektionen kann je nach Art und Schweregrad der Infektion variieren, umfasst jedoch häufig die Verwendung von Antibiotika, um die zugrunde liegende Infektion zu bekämpfen.
Die Männermedizin befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von gesundheitlichen Problemen, die spezifisch für Männer sind. Dazu gehören u.a. Prostata- und Hodenerkrankungen, erektile Dysfunktion, Testosteronmangel und männliche Infertilität.
Schon im Kindesalter gibt es eine Reihe an Gründen, warum ein Urologe konsultiert werden sollte. Hierzu zählen vor allem Fehlbildungen, Infektionen des Harntrakts sowie Probleme mit dem trocken werden.